Sinfonie der Tausend
Gustav Mahlers Leben ist mein Roman gewidmet. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung seiner Achten Sinfonie, SINFONIE DER TAUSEND genannt.
Die komplexe Sinfonie enthält seine Lebensbotschaft, sein musikalisches und philosophisches Vermächtnis. Sie sollte seine letzte sein, denn vor einer neunten Sinfonie fürchtete er sich. Schließlich waren Beethoven, Schubert und Bruckner darüber gestorben. Die Menschen seiner Zeit haben die Sinfonie unmittelbar verstanden, die Uraufführung am 12. September 1910 in München war ein Jahrhundertereignis.
Der historische Abstand von einhundert Jahren, die durch die NS-Zeit gebrochene Mahler-Rezeption, veränderte Hörerfahrungen und –gewohnheiten stehen dem unmittelbaren Musikverständnis entgegen. So dient der Roman dazu, Mahlers Biographie lebendig werden zu lassen. Seine Achte ist eine Art klingender Autobiographie.
Wir erleben die Uraufführung derAchten Sinfonie aus der Perspektive von Mahler und seinen Zeitgenossen mit, teilen ihre Erinnerungen und Emotionen, ihre Gedanken, Hoffnungen und Ängste. Kaleidoskopartig entfaltet sich ein facettenreiches Bild der spannenden Epoche des Umbruchs vom 19. zum 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht Gustav Mahler, der die Stimmungen seiner Zeit seismographisch erfasst hat.
Er selbst hat seine Achte Sinfonie als das Größte, das er je gemacht hat, bezeichnet. Sie fasst das Lebenswerk eines der größten Genies seiner Epoche zusammen.